mancher versager produziert tapfer seine kunst in der platten provinz um berlin, weil man es da auf die tumben leute schieben kann, dass keiner sehen will, was da gestoppelt,gelogen und einfach avantgard gennant wird. das leben auf dem bauernhof in der mark brandenburg ist immer noch angenehm und bezahlbar, und erst wenn mit der nacht die wahrheit kommt, braucht es die flasche. wenn dein leben schief läuft gehst du einfach auch schief und alles scheint gerade. das leben ist evolutionär, darum muss es leben geben, die irrtümer sind. alles wächst aus den fehlern.
der armen sau, die aber ihr leben hergibt, um trefflich zu versagen, kann man fast wünschen, von einem der vielen nachbarn und kameraden der npd erschlagen zu werden, statt am suff und pankreaskrebs wie ein vieh einzugehen. der mut anders zu sein als die glatzen um einen, würde gewürdigt und das versagen gnädig übersehen. zudem geht es schneller.
das ist zynisch.
das ist das leben.
das beste an herrn ü. versucht ordnung zu halten und bringt immer wieder einkaufstaschenweise gelesene bücher ins antiaquariat. herr ü. wird seine frau heute morgen ermahnen müssen, das inskünftig zu unterlassen, denn folgend den massen die er durch diese studie kennen lernte gilt als bildungsnah wer als familie über hundert bücher in der wohnung hat. bildungsfern ist wer weniger hundert besitzt. mit genau hundert büchern ist man wohl bildungsda. auch wenn nicht gerechnet wird, welche bücher es sein sollen und ob der schnitt durch zwei süsskater verbessert oder verschlechtert wird, muss herr ü. darauf achten nicht weiter zu verblöden.
dieser tage, beim rennen über tauende hügel, war herrn ü. aufgefallen, dass er von einer heimat abschied nahm. und nahm sich vor, wie er es anderen ortes, zu anderer zeit, als anderer schon einmal getan hatte, diese heimat schritt um schritt im gehen kennen zu lernen. er hatte sehr viel zeit dafür und kam nur durch die ähnlichlichkeit, ersten frühlingsabendsonnen entgegen und davon zu rennen, auf die idee, das sich hier etwas wiederholen könnte.
ein lebensmuster.
damals vor fünfundzwanzig jahren durchlief er nicht so hübsche voralpenhügel, sondern die flachen, lang gezogenen um seinen geburtsort herum. und zwar in richtung osten, wo es auch berge zu umkreisen waren, die es eigentlich nicht gab. künstliche berge, abraumhalden der uranförderung. er wusste, bald zur armee zu müssen; war unsportlich und eigentlich zu fett für das was da auf ihn zukam. so begann er mit seinem 28" riesenrad abends die gegend um sein wohnhaus zu erkunden. eine gegend, die er von kindheit auf kannte und doch auch gar nicht. das rad und der gefühlte zwang, sport treiben zu müssen, brachte ihn dazu, sich erstmals allein in den hügeln seiner heimat zu bewegen. die östliche seite aus der stadt heraus war von seinen eltern weniger bewandert worden, wohl wegen der hügel mit zaun drumherum. seine neugier und das tiefe lange licht, brachten ihn dazu, immer hinter noch einen und noch einem hügel zu schauen, was dort wohl sei.
der nächste hügel.
hier in der schweiz befreiten ihn die alpen und der blick von ihren gipfeln von dem fluch und segen immer hinter den nächsten hügel sehen zu müssen.
doch noch treibt herr ü. genau so sport, während der armee war in ermangelung eines rades ein joggen daraus geworden. morgens beim morgenlauf war er kaum um den apellplatz zu bewegen, der selbe wurde abends und freiwillig doppelt so lange und doppelt so schnell umrundet. er war bei der armee noch viel fetter geworden als er vorher je gewesen war.
erst jetzt, als er wieder durch durchaus hübschere hügeln rannte und sich sein haus von den anderen seiten ansah, bemerkte er, dass er damals als junger spund seine heimat zu geniessen begann, indem er abschied nahm. abschied vom fröhlichen leben eines jungen familienvaters, abschied vom leben überhaupt, und tatsächlich, der tod des zivilen bei der armee war eine art tod. tod im sinne von wandel und verwandlung. dort lernte er in neuen tiefen kennen, wie weit er in sich selbst fallen konnte, dort lernte er kennen, was traurig sein heisst, dort lernte er kennen, wie widerlich andere werden konnten, die auch nur traurig waren. dort lernte er kennen, wie widerlich er selbst zu anderen werden konnte. er kam als völlig anderer zurück und lebt seitdem ein leben, immer auf der suche, was hinter dem nächsten hügel sei. wieder ein hügel. darum liebt er küsten und berggipfel so. da hören die hügel endlich auf.
man sieht eine gegend anders an, wenn man weiss, sie zu verlassen.
herr ü. steht manchen morgen auf und wenn es ihn nicht grad aus dem bett in den tag federt, dann denkt er : das ist jetzt meine zeit! und dann federt es ihn. er ist im leben, er dreht nicht mehr nur schnell mit, nein er hat das gefühl, selbst die hand an der kurbel zu haben. das ist jetzt meine zeit, meint die zeit in der man gelegenheit hat, an der stelle steht, irgendwo an den schrauben und kurbeln der welt mit zu drehen. und herrn ü. ist wohl so, denn drehen ist besser als gedreht werden. bei goethen war es noch amboss und hammer. wir brauchen dynamischere bilder in unserer zeit.
er hat eine schöne phase des viva aktiva und wünscht sich, sie möge noch lange anhalten. er brennt an beiden enden und weiss doch, vorm ausbrennen geschützt zu sein. er brennt und wird nicht verfeuert. das ist ein riesenunterschied.
wenn es einem läuft; gehört dazu; mit hoch erhobenem haupt und breiter brust auf dem feld zu stehen, voran zu gehen, den arm zu heben und richtung zu weisen. allein ist keiner auf dem feld, wär ja auch langweilig. und wir sind in einer multifokalen welt, es gibt viele ausgangspunkte, viele richtungen zu gehen, viele ziele. und viele akteure. man kommt sich in den weg und so gibt es auch grosse und ganz grosse, die den des herrn ü. kreuzen. jeder hat gern die bahn frei, mancher braucht es, andere klein zu machen, um sich selbst grösser zu fühlen, mancher führt indem man schlägt, für manchen ist das feld ein dschungel, der mit macheten und buschmessern im laufen frei geschnitten werden muss.
herr ü. hat den kopf weit draussen, damit er alles sieht wenn er so läuft, denn einer von den ganz grossen ist er nicht. da kann es passieren das man auch mal eine auf den kopp bekommt. einfach so. ein schlag unter akteuren. ein platzhalterschlag. es gehört zum prinzip auf den kopf zu bekommen, wenn man ihn draussen hat. herr ü. hat wie gesagt eine gute phase, ihm läuft es, es ist alles gut im fluss (auf dem feld - oh fluch der metaphern) er hat längst gelernt, angstfrei im fluss zu schwimmen. treiben lassen, richtung geben, treiben lassen. tauchen, kopf wieder raus, luft holen, tauchen und dann immer mal an der richtigen stelle anlanden.
gerade jetzt wo viel läuft, viel fliesst und er auf dem feld, im fluss auch noch viele bälle in der luft hat, muss er damit rechnen, mal wieder so einen gelegenheitsschlag auf den kopf zu bekommen. je besser es fliesst um so höher ist diese wahrscheinlichkeit. das gehört dazu, wenn man den kopf oben hat. man bekommt auf ihn gehauen.
herr ü. war als kind einmal längere zeit in einem sowjetischen pionierlager. dort lernte er von gleichaltrigen allerlei unfug. machorka rauchen, prostitutka sagen und frösche aufblasen. (und alles das mit schulrussisch!) eines tages holten ihn seine freunde und zeigten ihm eine riesige braune unke, die keine chane mehr hatte aus dem kreis der jungs zu entkommen. sie schaffte nur kleine sprünge so schwer war sie. einer der jungs hatte eine zaunlatte und knallte sie der unke so auf den kopf das der im körper verschwunden war, als er die latte wegnahm. gespannt schauten die jungs auf das tier. dann machte es blubb und der kopf war wieder da und die unke sprang auf einen der jungen zu. schreiend zerstob die meute und herr ü. ist sich bis heute sicher, dass das arme tier die quälerei überlebte. sicher aber mit kopfweh.
dreiunddreissig jahre später fällt ihm diese unke ein wenn er an schläge denkt, die er auf seinem kopf erwartet.
so macht er es. bumm - monster ohne kopf. blubb - und kopf wieder da und angriff. die idioten werden wegrennen. alles psychologie.
und bei unke stimmen die bilder wieder: feld, fluss und bälle in der luft.
russische unken können jonglieren.
herr ü. bewarb sich in seiner jugend mal bei einem radiosender. er sass in einem kleinen studio, war fasziniert von der scheibe und sprach einen selbst geschriebenen text in ein mikrofon. schon beim sprechen wusste er, er würde nicht in diesem rundfunkhaus zu arbeiten beginnen. das studio war eng und alt, der rest schien eng und alt. altes holz, schön aber eben alt. alt und eng, nur die eingangshalle war riesig und repräsentativ.
ein nazibau.
später sah er einen schulkameraden bei genau diesem sender wandersendungen moderieren und war froh, damals nicht eingestiegen zu sein. sie hätten ihn genommen, nicht ohne die bemerkung, dass man natürlich an seinen breiten vokalen arbeiten müsse. erst da erfuhr er, dass man trotz sprachtraining und theater hörte wo er herkam. aus einer gegend wo das wasser so dreckig wie der dialekt war. das wasser wurde sauber, die sprache blieb. übrigens auch die reste der breiten vokale beim fernsehwanderer.
zwei jahrzehnte später steigt aus dem bentleygrünen golf4 und hört in der tiefgarage wie jeden morgen einen radiomenschen gute laune in den autokeller brüllen. die radiosender klingen jetzt schon so, als sei die schweiz dem dummen teil deutschlands angeschlossen worden. herr ü., der feingeist und finöggedöggeli, fühlt sich jedes mal akustisch belästigt und fragte bei gelegenheit den chef des parkhauses, warum eigentlich das radio dort so laut plärre. der erklärte ihm, man nehme bewusst den sender mit den geschwätzigsten moderatoren um diebe zu vertreiben. es bricht sich wohl schwieriger ein wenn über dir einer laut scheisse labert. seitdem herr ü. das weiss, akzeptiert er die dummemissionen.
und ab und an, so wie heute morgen, ist er froh, nicht beim radio gelandet zu sein und geht fast glücklich an sein schweigsames tagwerk.
jeder grosse lügner verzaubert uns mit seiner wahrhaftigkeit. wir saugen seine worte wie manna in unsere verdorbenen körper die eher andere sterben lassen um selbst zu leben.
den kleinen lügner hassen wir denn er ist wie wir ein fleischpaket aus gier. wir jagen ihn vom hof fort von den trögen der schweine und näpfen der hunde. soll er sein fahrrad einstellen in grossburgwedel oder anderswo wo`s hässlich ist.
ein wenig abstand von den begierden ein klarer blick über die dinge ein verständnisvolles wissen um unsere schwäche um unser menschsein und schon folgen wir dem wahrhaftigen. gegen den leibhaftigen in uns hilft nur der wahrhaftige in uns. einer muss vorangehen sonst sehen wir den nicht in uns. lieber ein pfarrer als ein schnäppchenjäger als präsident.
ach hätte luther das noch gewusst. bach hätte alle hände voll zu tun zur jubilate der vermeintlich herrschenden. wirklich herrscht das geld. das war auch schon bei bach so und er hatte kein problem auch das zu feiern. darum wohl klingt seine traurigkeit so fröhlich. soll das geld herrschen aber eben nicht allein.
es braucht menschen. gute. gauck ist tatsächlich eine hoffnung.
gemessen an dem elend vor und um ihn.
viel glück herr pfarrer wir beten für sie und uns.
(so wir deutsche sind)
lass dir nicht sagen: man sieht es. sicher sieht man es doch keiner kann sagen was. dich sieht man. keinem würde ich empfehlen zu kiffen auch dir nicht. wenigen würde ich sagen du bist so besonders wie du bist egal was du rauchst. dir sag ich das. du würdest den poncho auch so tragen du trägst eben den poncho im winter. und wenn du von den dingen redest die da sind aber nicht so wie das fleisch in das du mich kneifst dann denke ich an meine dinge hinter den dingen. das haben schon so viele gesucht und gesehen. wenn du sagst du siehst die musik die aus deinem herzen strömt und deinen körper vibrieren lässt weiss ich was du meinst und bin froh es hören zu können. deine gesänge klingen nicht so weil du bekifft bist. vielleicht macht es dich offener vielleicht dürfen wir mehr von dir sehen weil du das zeug rauchst. was wir sehen ist schön. es gibt idioten die kiffen sich noch dümmer als sie schon sind. es gibt menschen die sehen zu viel von dieser welt die spüren mehr als zu ertragen ist. das kiffen sie dann zur seite wenn sie mal ruhe brauchen. lass dir nicht sagen das sei falsch. das was aus dir tönt kommt aus dir und nicht aus dem kraut. kultiviere es dein herz laut schwingen zu lassen ganz neben unserer kultur. lass dir nicht reinreden aber rede mit vielen menschen.
doch eines sagt dir der herr ü. dann doch weil er älter ist und an mancher weggabelung schon stand auch wenn du manchen weg gehen wirst für den er zu feige war. lass dir von einem alten der alles nur nicht das sein will sagen wie schön es sein wird wenn du eines tages in vielen vielen jahren vielleicht wegen einem husten aufhörst das kraut zu rauchen und merkst das all das auch so in dir ist. sein bewusstsein zu erweitern ist schön und recht und billig. doch es ist eine der wunderbarsten erfahrungen die du machen wirst zu entdecken wie weit dein unverändertes bewusstsein und natürlich auch alles das drunter ist. du wirst staunen wie viel du bist. das bist du jetzt schon. du bist kein ausreisser aus dieser welt. du trägst.
und lass dir von normalen nicht sagen du seiest verrückt. das ist gefährlich denn sie sind normal. die normalen sind es die zerstören und morden bis alles so graugierig ist wie sie selbst. feiere dich und die welt. sing uns dein herz in ober und untertönen. doch hüte dich vor den normalen!
die sind der feind. den du nicht hast. trotzdem sind sie da.
du machst mir hoffnung.
kommata zur selbsbedienung hier: (,,,,,,,,,,,,,,,)
nach lektüre von inspiration and chai fällt es herrn ü. heute morgen nicht leicht zur arbeit zu gehen. auch wenn sie ihn ausfüllt und erfüllt ist da eben nicht mehr viel platz für anderes. aber inspiration and chai macht auch einen tag wie den gestrigen nachträglich leichter und wird helfen kommende solche besser zu überstehen. schon allein, weil man tausend verschiedene fliesen an die wand kleben kann, sollte man sich für die schönen einfachen entscheiden. und das schnell. konsum ist definitiv verschenkte lebenszeit.
aus den fünf kernausagen in dem blog der krankenschwester geht letztlich hervor was wir schon lange wissen. wir müssen das diktat der ökonomie brechen! der mba darf nicht die wellt regieren. was gut für die wirtschaft ist, ist längst nicht gut für den menschen.
doch auch wer diesen kampf kämpft muss sein leben geben.
aber für irgendetwas muss man ja gelebt haben.
occupy the economic. stupid!
mancher ist vor sich und anderen ein so guter dr. jekyll um in sich berechtigung für seinen hyde zu haben. die selbstberechtigung zum böse sein. ohne den hyde wäre er nur eine gute aber langweilige hülle. erst der teufel in uns macht uns zum vollen mensch. der umgang mit ihm entscheidet ob wir gut oder böse sind.
herr ü. ist ja nach reiner werner fassbinder der letzte wahre liberale und findet es also gar nicht schlimm, wenn ein guter geschäftsmann ein gutes geschäft macht. die weite verbreitung der macs in der schweiz, ja die breiteste verbreitung derselben, die soweit führt, das sogar herr ü. einen im kuhstall seines anwesens betreibt, rührt unter anderem daher, das an lehrerseminaren und pädogogischen hochschulen der computerunterricht mit mac stattfindet und also der markt von den multiplikatoren aus bearbeitet wird. zudem erhalten lehrpersonen, studenten und schüler erhebliche rabatte. das hat dann ganz konkret zur folge, das die von herrn ü. geliebte frau, den affengriff nicht kennt, ganz einfach weil sie ihn noch nie brauchte. auch der umgang mit virensoftware ist ihr fremd.
die kleine feine schweiz (sagen sie eine wahrheit mit drei ei) war ganz ähnlich wie bei elektrorädern, solarautos und käsesuppe der welt um den einen, kleinen, feinen schritt voraus. nun also liest herr ü., das dass i-pad2 breit in amerikanische schulen geschwemmt werden soll. die kinder lernen von anfang an auf dem i-pad. und nicht nur lesen. herr ü., der findet das früher nicht alles besser war, findet das gut. er findet das sogar lustig und beneidet die heutigen amerikanischen kinder. und stellt sich vor, wie es gewesen wäre, diese seiten auf einem i-pad zu sehen. nur vollkritzeln hätte er sie nicht können.
und hier das modell für künftige astronauten:
natürlich ist das alles wieder oberflächlich und inkorrekt. während kinder, wie der herr ü. eines war, bei paramilitärischen verrichtungen derart verbogen wurden, das eben so etwas krummes wie der herr ü. heraus kam, leiden die kinder in den usa hunger und wohnen auf kartons auf dem dirty boulevard.
aber sie haben schöne lieder drüber. dreh es laut. sing mit! reed und bowie! es ist freitag!
es ist grad viel zu tun, schliesslich wird der dritte weltkrieg am 22.1. um 11:00 uhr in fürth eröffnet und ich komme nicht dazu mich dir weiter als doppelgänger anzudienen. ich hoffe du hast dich nicht schon für einen anderen entschieden. da wäre ich echt sauer. bloss weil dieses deutsche bundespräservativ den tiefsten punkt erreicht hat, als guter karrierist aber noch viel weiter will, solltest du ihm nicht glauben. er passt auch nicht vor eure tollen fernsehdekos und wäre ja oft da zu sehen, weil er sich gern entschuldigt und sagt, dass das was er tut mit dem was er tut nicht vereinbar ist. trotzdem möchte er aber in dem schönen schloss bleiben. gut, im letzten halbsatz ähnelt er dir, auch wenn du nicht bleiben möchtest, sondern ja einfach bleibst. den zweiten kandidat, der dir dummerweise fast so ähnlich sieht wie ich dir innerlich ähnlich bin, würde ich nicht nehmen. der ist zwar skrupellos und durchgeknallt, wie die besten aus deinem stab, aber glaub mir, der würde, wenn du gerade ferien auf dem bauernhof machst, ganz nordkorea auf grund setzen und dann abhauen. diese koksnase schettino, der widerlichste kapitän seit es den beruf gibt, würde schon sehr gut nach nordkorea passen, aber mehr in eines deiner tollen lager. zu denen, die zu wenig über deinen papa geweint haben. der hat auch nicht geweint, als sein schiff unterging. nimm den nicht, auch wenn er lügen kann, als wäre er präsident. noch ein modetipp und sicherheitstipp. erstens moppelchen, ich nenn dich schon mal so, als wären wir versaute vertraute, nimmt dir kein mann ab, dass du durch die panzerluke passt in der du im foto zu stecken scheinst. du bist zu dick, geliebter. glaub mir das, denn meine hauptqualifikation dich zu vertreten ist, dass ich panzer fahren kann. vor allem solche alten, wie ihr da habt. wichtiger aber, geliebter, ist deine kleidung, die wiedermal gar nicht passt. schön das du die neueste kollektion der grossen nordkoreanischen volkseigenen textilindustrie präsentierst, oder aber die alten kutten von papa aufträgst, was optisch aufs gleiche hinausläuft. kim, ein panzer ist innen ölig, dieselig und dreckig. dreckig wie mein humor mindestens. wenn dich der kran herausgezogen hat, sähe dein parka effektiv anders aus. lass dir das von einem panzerfahrer gesagt sein. PB 11 sonndershausen. 7. kompanie 2. zug zugfühermaschine 474! lass das prüfen, es stimmt. und ehe es dein geheimdienst rausbekommt, ja ich habe diese sieben und vier schwäche. wegen mir ging die ddr ein, weil ich mein gefährt mit dem besoffnen kommandanten vor der entscheidenden schlacht gegen den westlichen agressor nicht fand. und ja, ich bin der, der bei nordamerikaflügen mit dem jumbo immer ins cockpit will. 474, 747, grün und blau, mein und dein...wen interessieren schon solche feinheiten?
da kommst du nie wieder raus dickerchen!
das ist schon besser. toll der mantel und toll wie du das nordkoreanische wasser, das ja aus den tränen der um deinen vater weinenden kraniche besteht, flüssig gemacht hast. eine grosstat! ich weine ausreichend aus unerwiderter liebe zu dir. unerwiderte liebe führt zu romantik und diese zu faschismus. das ist hier höherer schulstoff. also, lass dich scheiden und heirate deinen doppelgänger. heirate mich! KIM ICH KOMME!
kim, das ist kein phallussymbol! das ist mein phallus!
wer eine heimliche
schlechte
angewohnheit aufgibt
zum beispiel die stoppschilder nach dem weg zu fragen
hat im moment der läuterung
und
änderung der schrägen
gewohnheit den triumph
nur für sich
wem soll er schon stolz erzählen
sich ABgewöhnt zu haben
stoppschilder nach dem weg zu fragen?
auch der sieg über sich selbst und dessen
dummheiten bleibt heimlich.
ein strick würde sich gut machen, um diesen zu rasierenden hals. oder wenn die vitaminpillen nun thiopental wären? irgendwer muss doch fressen, was die deutsche pharma nicht mehr an amerikanische todeszellen liefern kann.
ach was solls, rasieren, parfum, espresso und ran an die welt.
wir machen sie. jeden tag. egal wo. egal als was. nehmen wir einfach diesen schönen powersong als drive in eine neue powerwoche:
MACH DEIN DING!
bruttoinlandsglück kam in einem artikel vor und herr ü. wollte das schöne wort als motiv in seinen und aller montag nehmen, den montag eben nicht als montag zu nehmen, oder doch gerade als montag und chance, nach einem wochenende der spiele, des stundenlangen herumlatschens in der tiefen sonne, des saunierens und lammgigot fressen und die letzte folge aus der MAD MEN box zwei sehens, nach solch einem wochenende das glück zu spüren, zurück ans band, auf den acker, die baustelle zu kehren und endlich wieder richtig zu malochen. jeder weiss, man kann nicht immer glücklich sein, also braucht es die phasen, in denen wir uns ausbeuten lassen um dann von unseren ausbeutern ein paar krumen zu bekommen, die uns erlauben neue spiele zu kaufen. lasst uns heraus in den tag gehen, entfremdete arbeit tun, uns dabei selbst vergessen und so glücklich werden.
leider wird herr ü. heute völlig unglücklich vor sich hin grübeln, was seine wahlheimat, deren BIG höher ist als das seiner geburtsheimat, dem lande venezuela ähnlich macht. doch die drogen? BIR? der bruttoinlandsrausch?
und stopp du strenger richter. herr ü. redet hier von zwei ländern und würdigt venezuela in nichts herab! im gegenteil.
der zampano liess noch bis zum abend auf sich warten. nun sollte die italienische justiz schnell handeln und den verbrecher festnehmen. er wird fliehen und jeder von uns sollte ihm einen exilplatz frei halten, damit er nicht in den untergrund muss wie seine kumpel saddam und muamar. hier einige exilideen:
auf einem der zwei debusschen monde wird ja wohl platz sein. so käme er dahin, herr ü. würde ihm seine mad men raktete ausborgen:
dummerweise hat berlusconi sofort nach dem rücktritt den schwanz frei gehabt für die nächste bunga-bunga party (bunga = ital. für viagra) und eine der anwesenden jungakademikerinnen liess sich tatsächlich überreden, ihren achtzehnten geburtstag gemeinsam mit ihm auf dem mond zu feiern.
sie wird sich den arsch verbrennen. und vorsicht junge frau, sie können nichts mehr rausholen, wie die geniale ruby. der alte ficker ist ein alter ficker wie jeder andere und nicht mehr erpressbar. du verbrennst dir die strümpfe für nix!
herr ü., der glaubte, in den letzten zehn jahren alles was man sehen und hören kann gesehen und gehört zu haben, war von stunde zu stunde mehr erstaunt, als er sich die zwölf stunden 9/11 auf vox reinzog. (ZATTOO RECORD sei dank!) auch umstrittene fakten wurde in erinnerung gerufen und mit immer erstaunlicheren videos und tonbändern dokumentiert. in einem der vielen berichte über persönliches erleben der katastrophe kaum folgende sentenz vor:
und plötzlich waren da die löcher im himmel. die türme fehlten und da waren nur noch löcher im himmel.
herr ü. hat diesen sommer auch nach worten für das gesucht, was er nicht sah. auch er kannte die türme, hatte wie so viele eine kleine geschichte mit ihnen und traute sich erst zehn jahre später ans loch. doch ein loch im himmel ist da nicht. im gegenteil, der himmel war an der stelle wieder da, die zwei rechteckigen riesenlöcher, die die türme in ihn gerissen hatten, waren verschwunden. wie nie dagewesen. nichts ist unschuldiger als blauer himmel. die türme haben die löcher gemacht, die mit ihnen zerstäubten. der himmel ist ewig. häuser fallen. mit menschen.
erstaunlicherweise in der nzz, die von ihrer vermuteten (unterstellten) leserklientel her teilweise eine art ärzteblatt ist, fand herr ü. am freitag diesen erstaunlichen artikel und freut sich, denn er liebt anfänge.
und die idee des NO CPR stempel ist definitiv der anfang von etwas. "der anfang von etwas" klingt gut und in ihm nach; tönt irgendwie nach brecht oder einem seiner ddr nachahmer. "der anfang von etwas" herr ü. hat sofort ein line für die idee der krankenschwestern und fährt den hesse im original auf. meine fresse. seine fresse. deine fresse. soll offen stehen bleiben. der anfang wovon? einer diskussion? hoffentlich. herr ü. wird seinen teil tun.
was nun ist so erstaunlich und beneidenswert clever an der initiative der schweizer intensivschwester? auch wenn intensivschwestern die sind, die am allerdirektesten und vor allem intensivsten (darum heissen sie ja so) mit patienten in diesen zwischenzuständen zu tun haben, sind es in der regel die ärzte, die, wenn sie überhaupt darüber reden, gehört werden. schwestern reden auch und intensiver (schon wieder) über leben und tod im konkreten fall, der elemantare unterschied aber ist, auch wenn sie bei den grossen entscheidungen mitreden und das was sie an den betten sehen und erleben einfliesst, so ist es doch immer der arzt, der die vermeintliche entscheidung über leben und tod zu treffen hat. hat er natürlich gar nicht. genau das tut er nicht. oder er spielte gott und machte sich strafbar. seine aufgabe ist es, zu entscheiden, ob das was man da als "klinisches bild" sieht, noch leben ist und -noch schwerer- abzuschätzen, was eine allfällige rettung, wiederbelebung, am leben erhaltung tatsächlich noch bringen würde. und alles im konjuktiv.
man kann medizin aber nicht zukunft studieren.
am ende ist es ein arzt, der für einen therapieabbruch gerade stehen müsste. doch es sind auch ärzte, die für all die schwerstbehinderten überlebenden einer CPR verantwortlich sind. sind sie das wirklich? nein! es ist ihre konvention. eine der grundregeln die unsere soziale welt zusammenhalten ist der hippokratische eid. damit ist jeder arzt aus dem schneider und in der zwickmühle. wir haben sommersportsaison. ein arzt kommt zu einem vom rad gekippten fünfzigjährigen, der seit über einer halben stunde auf der strasse von laien reanimert wird. es sind 33 grad, die muskeln des mannes sind üppig und radfahrwarm, aus seinem mund quillt dem beatmenden schaum entgegen, der kopf ist dunkelblau. dem arzt reichen diese punkte, um abzuschätzen, für diesen herren im THÖMUS dress zu spät zu kommen. einer aus der zweidrittelgruppe. nur schon aus sicherheitsgründen (seiner rechtssicherheit, insbesondere da er seine arbeit auf offener strasse tut) wird er den toten zum patienten erklären und im wagen bis in die klink durchreanimieren lassen. dort im schockraum kann man immer noch aufhören. das ist nicht falsch, oder besser, keiner kann ganz sicher sagen, was da richtig und falsch ist, denn lieber jemanden eine stunde aber sinnlos reanimiert zu haben, als nur eine minute einen noch lebenden ohne kreislauf liegen zu lassen. keiner macht etwas falsch und trotzdem kann es passieren, dass ein längst toter an einen fuhrpark maschinen und unter einsatz raffiniertester und unglaublich teuerer therapien für anderthalb tage weiter "lebt", obwohl er eigentlich tot ist. oder aber er überlebt tatsächlich, nur ohne hirn. das gibt es und es gehört dazu. der preis der moderne. die entscheidungen fällt letztlich der arzt und nur mit trick gelingt es einer krankenschwester eine diskussion anzustossen. eine diskussion, die eben an einer grundfeste der gesellschaft rüttelt. interessant und richtig ist, das ärzte selbst, die natürlich enorm viel über das reflektieren was sie da tun, nicht über den hippokratischen eid diskutieren können. zumindest nicht allein und unter sich. dieser eid ist quasi eine überdemokratische konvention. humanismus in reinkuktur. ein alte botschaft aus fernen und scheinbar gar nicht so dunklen zeiten an die menschheit und eben ihre gesundhalter, die ärzte. eine therapiebeendigung ist irreversibel. oder anders gesagt: aufhören kann man immer noch. diese sicht ist mit dem eid gedeckt und sind es eben andere an diesen komplexen und sehr stressigen prozessen beteiligte, die laut hinterfragen, was der arzt da leise tut.
und was ist nun so clever? der stempel und die patente. nicht etwa, weil die schwestern nun bald wohlhabende sein werden, was ihnen gegönnt ist, sondern sie auf genau diese art von ihren kollgen mit eid ganz anders ernst genommen werden. als mitarbeiter, teamteil und scheisseputzer am bett sind sie zwar akzeptiert doch rein rechtich eben stimmlos. sagen wir es so: ohne den stempel und seine patentierung hätte es diese platzierung in der nzz nie gegeben und die diskussion hätte in der breite wie sie jetzt kommen wird, nicht begonnen. eben, das ist der anfang von etwas und der herr ü. gratuliert den initianten. wir alle müssen eine diskussion über den generell lebenserhaltenden auftrag der ärzte führen. alle die leben müssen darüber sprechen. dass das passieren wird, dazu wird der stempel führen und das ist wohl auch der sinn der aktion.
denn fakt ist eins: kein laie, kein rettungsassistent oder sanitäter, kein notartzt wird eine CPR unterlassen, wenn zwar der stempel zu sehen ist, das klinische bild aber hoffnung macht. ein weites feld, auch juristisch. kommt das kleingedruckte mit auf die haut? etwa: hiermit sind sie von ihrer gesetzlichen pflicht zu helfen befreit? meine patientenverfügung befindet sich in der vitrine links oben zweites fach unter den sparbüchern. die telefonummer meiner frau ist...
und noch eine vorläufige schlussbemerkung: professor ummenhofer sagt in dem artikel, ihm sei es in seiner karriere sehr selten untergekommen, patienten gegen ihren erklärten willen reanimiert zu haben. da hat er recht und betritt ein weiteres weites, doch eben anderes feld. nicht ganz so geschickt wie die schwestern auf den toten punkt zeigen, weicht er aus. es geht nicht um lebensmüde, sondern um die folgen der CPR bei allen. 1/3 überlebt. 10% ohne schaden. doch genau diese zehn prozent sind es (wahrscheinlich) die von den schnell und richtig eingesetzten AID profitieren. und so bleibt herrn ü. das industriebashing im hals stecken. wir reanimieren nicht so viel (und vielleicht auch zu viel) weil die industrie immer mehr geräte in die krankenhäsuer, die wagen, die helikopter und jets und mittlerweile in die ganze welt stellt. wir reanimieren so viel und mit so traurigem ergebnis, weil unsere medizin immer besser wird. tod oder leben, die frage ist für die meisten einzelnen von uns durch die medizin in die ferne geschoben. der velofahrer, dessen letztes hemd rückentaschen für die banane hatte, die wir beim reanimieren zerdrückt haben, hätte dreissig jahre früher vielleicht gar nicht radfahren können, da es die moderne medikamentöse und interventionelle kardiologie so nicht gab. vor dreissig jahren hätte der fünziger vielleicht mit kurzem atem auf seinem sofa gesessen, immer mal eine nitrokapsel gelutscht und bei DALLI DALLI überlebt. man weiss das eben nicht.